Zukunftsbox

Eine Anregung zum rassismuskritischem Denken*

Jahr
2022-2023

Zeitraum
12 Monate

Kernkompetenzen
Research, System Thinking, Future Thinking, Rassismuskritisches Denken

Ergebnisse/Links
Case Study, Workshop im Futurium, Co-Facilitator, Zukunftsbox, Masterarbeit

Über das Projekt
Die Zukunftsbox wurde unter der Verwendung von Methoden des System Thinking und des Future Thinking gestaltet und entstand im Rahmen meiner Masterarbeit im Bereich System Design. In einem Workshop wurde die Box eingesetzt, um Teilnehmer zu ermutigen, sich mit tief verwurzelten rassistischen Strukturen auseinanderzusetzen.

Team & Rolle
System Designer/ Masterarbeit

Methoden
System Thinking: Behaviour Over Time Graph (BOTG), STEEP, Connected Circles, Eisbergmodell, Causal Loop Map, qualitative Interviews, System Stories, Leverage Points Analysis, Future Thinking: Verge, Future Triangle, Future Wheel

Tools
Miro, ChatGPT, Adobe Photoshop, Adobe Indesign, Adobe Illustrator

System Design kurz erklärt

  • System Design ist ein Ansatz, der hilft, komplexe Probleme ganzheitlich zu verstehen und nachhaltige Lösungen zu entwickeln.
    Statt nur sichtbare Symptome zu behandeln, schaut System Design auf die tieferliegenden Muster, Strukturen und Annahmen, die ein Problem verursachen.

    Es kombiniert Methoden aus System Thinking, Forschung und Design, um Veränderungen im System möglich zu machen — sozial, organisatorisch oder strukturell.

  • System Design folgt typischerweise drei Schritten:

    1) System Synthesis – das System verstehen

    Hier wird sichtbar gemacht, wie das System funktioniert.
    Man sammelt Perspektiven, Daten und Erfahrungen und verbindet sie zu einem Gesamtbild.

    Dazu nutzt man z. B.:

    • Connected Circles

    • Interviews

    • Eisbergmodell

    • Causal Loop Maps

    • Research

    Ziel: Ein gemeinsames Verständnis des Systems und seiner Dynamiken schaffen.

    2) System Critique – Muster und Hebelpunkte erkennen

    Im zweiten Schritt wird das bestehende System kritisch analysiert:

    • Wo entstehen Probleme im System?

    • Welche Muster wiederholen sich?

    • Welche Strukturen halten das Problem aufrecht?

    • Wo liegen die größten Hebelpunkte (Leverage Points)?

    Ziel: Stellschrauben finden, an denen kleine Veränderungen große Wirkung haben.

    3) System Redesign – neue Optionen entwickeln

    Auf Basis der Erkenntnisse wird entworfen, wie das System zukünftig funktionieren könnte.

    Dazu gehören:

    • neue Strukturen oder Abläufe

    • alternative Strategien

    • Zukunftsszenarien

    • Interventionen

    • neue Narrative oder Rollen

    Ziel: Nachhaltige Lösungen entwickeln, die nicht nur Symptome, sondern Ursachen verändern.

Problem & Ziel

  • Rassismus ist tief in historische und gesellschaftliche Gegebenheiten verwurzelt und stellt eine schwer zu bekämpfende Herausforderung dar. Es geht um ein komplexes System, das in allen Bereichen der Gesellschaft Rassismus reproduziert. Rassismus wird oft nicht in vollem Umfang erkannt, da die weiße Mehrheitsgesellschaft persönlich keine direkten Erfahrungen damit macht. Weißsein wird als Norm angesehen, und damit gehen Privilegien einher (White Privilege). Black, Indigenous and People of Color, kurz BIPoC, hingegen werden systematisch benachteiligt – im Bildungssystem, auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt und im Gesundheitssystem. Mitunter können die Auswirkungen sogar tödlich sein. Rassismus wird oft mit Rechtsextremismus in Verbindung gebracht. Tatsächlich aber sind wir alle in einer rassistischen Gesellschaft sozialisiert und reproduzieren Rassismus – bewusst oder unbewusst. Für eine Gesellschaft ist es wichtig, rassistische Strukturen zu erkennen, anzuerkennen und aktiv zu bekämpfen. Indem wir uns mit unseren eigenen rassistischen Denkmustern und Handlungen auseinandersetzen, können wir dazu beitragen, Rassismus zu überwinden und eine Zukunft zu gestalten, in der alle Menschen gleichwertig und frei von Diskriminierung leben können.

  • Die Zukunftsbox entstand im Rahmen meiner Masterarbeit im Bereich System Design. Mithilfe von Methoden des System Thinking und Future Thinking wurde sie als Intervention entwickelt, um Menschen niedrigschwellig an komplexe, tief verwurzelte Formen von strukturellem Rassismus heranzuführen. Da rassistische Strukturen oft unsichtbar bleiben – besonders für die weiße Mehrheitsgesellschaft – soll die Box im Workshop-Kontext Reflexion ermöglichen, Denkmuster offenlegen und dazu anregen, eine rassismusfreie Zukunft aktiv mitzudenken.

  • Die Zukunftsbox Think Racism verfolgt das Ziel, rassistische Strukturen sichtbar zu machen und Menschen dazu zu befähigen, ihre eigenen Denkmuster kritisch zu reflektieren. Die Zukunftsbox greift Trends aus der Zukunftsforschung auf und vermittelt Hintergrundwissen zu historischem und gegenwärtigem Rassismus. Durch die Arbeit mit Ja/Nein-Fragen sowie mit Zukunftsszenarien sollen Workshopteilnehmer*innen dazu befähigt werden, mögliche Entwicklungen gedanklich zu entwerfen, Wechselwirkungen zu erkennen und kritisch zu reflektieren.

  • Die Box bietet einen Zugang zu einem komplexen und oft vermiedenen Thema. Die Box schafft innerhalb des Workshops einen Rahmen für Austausch, Selbstreflexion und Erkenntnis. Sie hilft Teilnehmenden, Zusammenhänge besser zu verstehen, eigene Positionierungen zu hinterfragen und konkrete Schritte für eine rassismusfreie Zukunft mitzudenken. Gleichzeitig liefert sie Moderator*innen ein strukturiertes Werkzeug für Workshops und Bildungsformate.

System Synthese

Zunächst wurde das bestehende System untersucht, um ein umfassendes Verständnis zu bekommen:

  • Akteure: Wer ist am System beteiligt? Zum Beispiel Personen, Gruppen oder Institutionen, die Entscheidungen treffen oder Prozesse beeinflussen.

  • Beziehungen: Wie stehen diese Akteure zueinander? Welche Verbindungen, Abhängigkeiten oder Kommunikationswege gibt es?

  • Mental Models: Welche Denkweisen, Überzeugungen oder Annahmen beeinflussen Entscheidungen und Handlungen der Akteure?

Für die Analyse wurden verschiedene Methoden aus dem System Thinking eingesetzt, darunter Research, STEEP+In&Out, Behavior-over-Time Graphs, Eisbergmodell, Connected Circles und Interviews. Im Folgenden wird der Behavior-over-Time Graph dargetsellt sowie zentrale Zitate aus den Interviews vorgestellt.

-> Behavior over Time Graph

Der Behavior over Time Graph ist eine Denk- und Visualisierungsmethode und stellt keine direkten wissenschaftlichen Daten oder empirischen Ergebnisse dar. Der Graph visualisiert die geschichtliche Entwicklung von Rassismus. Auch wenn es schwierig ist, Rassismus quantitativ zu bewerten oder exakt in einen Zeitverlauf einzuordnen, half mir die Recherche und Einordnung, das Phänomen besser zu verstehen. Rassismus als System aus Entmenschlichung, Ausbeutung, versklavender Gewalt und tödlicher Unterdrückung reicht historisch über die Begriffsbildung der 1930er Jahre hinaus

-> Interviews

Experteninterviews gaben Einblicke von Betroffenen und Beteiligten. Die Erkenntnisse flossen in die Analyse ein.

-> Wichtige Zitate Interviews

Ich glaube, dass immer noch diese Meinung vorherrscht, dass in der Gesellschaft ja Rassisten nur so Nazis mit Springerstiefeln und Glatze sind, die im Osten irgendwie rumlaufen und Molotows in ein Fenster werfen und von einem Asylbewerberheim werfen.

(...), wir sind auch dabei beim Kolonialisieren in Afrika. Unser ganzer europäischer Reichtum beruht ja darauf, dass wir eigentlich nur ausgebeutet und kolonialisiert haben. Auch der jetzige Reichtum, den wir als Generationen genießen, in einem der reichsten Länder der Welt, mit einem der besten Sozialsysteme, was eigentlich schon traurig ist. Wir profitieren davon bis heute und solange wir nur davon profitieren und gleichzeitig sagen, wir möchten die Einwanderung schwieriger machen, wir möchten keine Wirtschaftsflüchtlinge. Auch so ein Unwort irgendwie. So lange sind wir genauso daran beteiligt wie die Generationen zuvor auch.

Es heißt ja Kleider machen Leute und wenn man kein weiß gelesenes Grundmotiv mit sich bringt, was dann halt wirklich sehr entscheidend sein kann, wie man behandelt wird und in welchem weiteren Verlauf man behandelt wird, wenn man halt mit einem Anzug hinkommt oder wenn man mit einer Jogginhose irgendwo hingeht, weil man ein Leistenbruch hat, aber es halt auf den ersten Blick so scheint, als wäre die Person jetzt nur hier, um irgendwelche Ressourcen zu vergeuden.

Letztendlich geht es natürlich schon in die Komfortzone der etablierten und mächtigen Leute oder des Status Quo und das ist natürlich auch schon so ein Hauptproblem, mit dem Thema umzugehen oder das Thema anzusprechen und in einen Fokus zu rücken oder dem Gewicht zu verleihen.

System Critique

-> Hebelpunkte im System identifizieren

Systemisches Denken betrachtet nicht nur einzelne Elemente eines Systems, sondern auch die Art und Weise, wie diese Elemente miteinander interagieren und sich gegenseitig beeinflussen.

-> Causal Loop Map

  • Eine Causal Loop Map ist ein Werkzeug, das im System Thinking verwendet wird, um die Wechselwirkungen zwischen Variablen oder Faktoren in einem komplexen System darzustellen. Die Causal Loop Map ermöglicht, die Ursache-Wirkungs-Beziehungen zwischen diesen Variablen zu visualisieren. Dazu werden in Form von Verknüpfungen (Pfeilen) zwischen den variablen Größen dargestellt. Positive Rückkopplungsschleifen führen dazu, dass Veränderungen in einer Variable Verstärkungen oder Abschwächungen in anderen Variablen bewirken, während negative Rückkopplungsschleifen zu stabilisierenden Effekten führen. Die Wahl der Hauptvariable und die Gestaltung der Causal Loop Map hängen stark von der spezifischen Analyse oder dem Problem ab, das untersucht wird. Es ist wichtig, die relevanten Variablen sorgfältig zu identifizieren und ihre Wechselwirkungen genau zu erfassen, um ein umfassendes Verständnis des betrachteten Systems zu gewinnen.

  • Die Hauptvariable spielt in der Causal Loop Map eine zentrale Rolle. Sie ist die dominierende Variable, die den Fokus der Analyse darstellt. Diese Hauptvariable steht oft im Mittelpunkt des Systems oder der Situation, die untersucht wird. Veränderungen in dieser Hauptvariable haben weitreichende Auswirkungen auf andere Variablen im System. Die Identifizierung der Hauptvariable ist entscheidend, um die Dynamik und die Rückkopplungsschleifen im System besser zu verstehen. Sie hilft dabei, die wichtigsten Einflussfaktoren zu identifizieren, die zur Veränderung der Hauptvariable führen, und wie diese Veränderungen wiederum andere Aspekte des Systems beeinflussen. Während meiner Analyse, bei der ich die Causal Loop Map verwendete, erfolgte eine Verschiebung meiner Hauptvariable von „rassistischen Denkmustern“ zu „Reproduktion von Rassismus“. „Rassistische Denkmuster“ und „Reproduktion von Rassismus“ sind zwei miteinander verbundene Konzepte, die das komplexe Phänomen des Rassismus beleuchten. Während beide Begriffe auf unterschiedliche Aspekte hinweisen, bietet die Betrachtung der „Reproduktion von Rassismus“ als Hauptvariable im Rahmen des Systemdenkens eine umfassendere und aussagekräftigere Perspektive auf die Dynamik und die tieferen Ursachen von Rassismus in einer Gesellschaft. „Rassistische Denkmuster“ beschreiben die internalisierten Überzeugungen, Vorurteile und Stereotypen, die Menschen über “Menschengruppen mit zugeschriebener kollektiver Identität” haben.

  • Die Causal Loop Map entstand in einem iterativen Prozess und wurde in die Bereiche Gesellschaft, Politik, Bildung und Gesundheit unterteilt. Die Analyse untersuchte, wie rassistische Diskriminierung in verschiedenen gesellschaftlichen Systemen entsteht und fortbesteht. Dabei zeigte sich, dass Rassismus nicht isoliert in einem einzelnen Bereich entsteht, sondern durch komplexe Wechselwirkungen zwischen politischen Entscheidungen, gesellschaftlichen Normen, Bildungsstrukturen und institutionellen Praktiken stabilisiert wird.
    Um die Dynamiken rassistischer Strukturen zu verstehen, war es notwendig, diese Verflechtungen sichtbar zu machen und die Zusammenhänge zwischen den unterschiedlichen Systemebenen aufzuzeigen.

👉 Map im PDF zoomen

-> Relevanter Hebelpunkt - Thematisierung

Ich habe Hebelpunkte analysiert und den Hebelpunkt Thematisierung als den wichtigsten mit hoher Durchführbarkeit und hohem Impact klassifiziert. Dies liegt auch daran, dass rassistische Strukturen der weißen Mehrheitsgesellschaft oft nicht wahrgenommen oder ignoriert werden.

System Redesign

-> Hebelpunkte nutzen - Intervention gestalten

Hebelpunkte sind relevante Stellen in einem System, an denen kleine Veränderungen große Auswirkungen auf Verhalten und Dynamik des gesamten Systems haben können. Durch gezielte Intervention lassen sich gewünschte Veränderungen effektiv erzielen.

Auf der Grundlage des Hebelpunktes Thematisierung wurde die Zukunftsbox gestaltet, um Reflexion und Bewusstsein zu fördern.

-> Eine Methode aus dem Future Thinking - Future Triangle

Das Futures Triangle ist ein Denkwerkzeug, das dabei hilft, strukturiert über mögliche Zukunftsszenarien nachzudenken. Es unterstützt dabei, die verschiedenen Einflüsse auf zukünftige Entwicklungen besser zu verstehen und zu analysieren. Dabei werden drei Kräfte berücksichtigt:

  • Dies ist wie ein Rucksack, den wir mit uns tragen, und er besteht aus vergangenen Ereignissen, Traditionen und Erfahrungen, zum Beispiel: Historische Ereignisse, gesellschaftliche Traditionen, kollektive Erinnerungen, Strukturen aus der Vergangenheit.

  • Dies ist wie ein Rückenwind, der aus aktuellen Ereignissen und Gegebenheiten besteht, zum Beispiel neue Technologien, demografischer Wandel, globale Entwicklungen, Naturkatastrophen und die Auswirkungen der Corona-Pandemie.

  • Diese Kraft entsteht durch visionäre oder populäre Zukunftsbilder, die uns anziehen und inspirieren, zum Beispiel Klimawandel, technologische Fortschritte, politische Initiativen wie den Green New Deal, oder das Streben nach Weltraumkolonisation.

Das Futures Triangle ermöglicht es, diese drei Kräfte in einem Wechselspiel zu betrachten und ihre Verbindungen zu verstehen. Es dient als Werkzeug, um über zukünftige Möglichkeiten nachzudenken und hilft, ein tieferes Verständnis für den gesellschaftlichen Diskurs und die Perspektiven verschiedener Kulturen zu entwickeln. Durch die Anwendung der Futures Triangle Methode wurden die Wechselwirkungen von Gegenwart, Zukunft und Vergangenheit analysiert. Dies ermöglichte mir, potenzielle Aspekte zu erkennen, die eine kritische Betrachtung zukünftiger Entwicklungen ermöglichen. Mit dieser Methode wurden die drei Zeitaspekte voneinander unterschieden und gleichzeitig ihr Aufeinanderwirken gedanklich eingeordnet. Die Anwendung dieser Methode führte zu Gedanken, die für die Entwicklung der Zukunftsbox genutzt wurden.

Intervention Zunkuftsbox Workshop

  • Das Futurium ist ein Forschungs- und Ausstellungszentrum in Berlin, das sich mit zukünftigen Entwicklungen in Wissenschaft, Technologie und Gesellschaft befasst. Die vorhandenen Zukunftsboxen im Futurium behandeln eine Vielzahl von Themen wie Städte, Ernährung, Energie, Arbeit, Gesundheit, Mobilität und Demokratie. Sie werden in Workshops vor allem für Kinder genutzt. Die Bildungsmaterialien sind unter einer CC-BY-SA Lizenz veröffentlicht. Das bedeutet, dass sie weiterentwickelt und verändert werden können. Im Zuge dieser Masterarbeit wurde darauf hingewiesen, wie wichtig gesellschaftskritische Themen wie Rassismus sind. In Anbetracht der Thematik wurde ein Ansatz zur Erforschung zukunftsorientierter Fragestellungen entwickelt, der die Entwicklung zur kritischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Phänomenen ermöglicht. Dieser Ansatz manifestierte sich in der Konzeption der Zukunftsbox „Think Racism“, die dazu konzipiert wurde, das Bewusstsein für Rassismus zu schärfen und die Diskussion darüber anzuregen.

  • Die Zukunftsbox thematisiert Trends aus der Zukunftsforschung und vermittelt Hintergrundwissen zur historischen und gegenwärtigen Entwicklungen rassistischer Strukturen. Die Workshop-Gruppe wurde befähigt, mögliche Zukunftsszenarien zu bilden und mögliche Wechselwirkungen zu erfassen und kritisch zu hinterfragen. 

-> Wie funktioniert die Arbeit mit der Zukunftsbox

  • Zu Beginn des Workshops werden provokante Impulsfragen mit 'Ja' oder 'Nein' beantwortet und daraufhin diskutiert. Die Impulsfragen regen die Workshopteilnehmer*innen dazu an, eine klare Position zu beziehen und sich über Ansichten auszutauschen. Die Impulskarten sind als Themeneinstieg geeignet.

  • Das Set umfasst fünf Hauptkategorien, zu denen jeweils vier Trends aus der Zukunftsforschung sowie fiktive Trends zugeordnet werden. Mithilfe von Bildern und Erklärungen bietet dieses Set einen Überblick über mögliche Auswirkungen. Die Workshopteilnehmer*innen bilden in Teams verschiedene Szenarien. Dabei visualisieren sie gedanklich potenzielle Entwicklungen. Dies ermöglicht eine greifbare Darstellung von zukünftigen Möglichkeiten, die daraufhin diskutiert werden. Die Zukunftsbox thematisiert aktuelle Trends aus der Zukunftsforschung und vermittelt Hintergrundwissen zur historischen und gegenwärtigen Entwicklungen rassistischer Strukturen und Auswirkungen. Die Gruppe wird befähigt, mögliche Zukunftsszenarien zu bilden und mögliche Wechselwirkungen zu erfassen und kritisch zu hinterfragen. Die Intervention zielte weniger darauf ab, ein stärkendes Zukunftsbild zu vermitteln, sondern darauf, eine rassismuskritische Haltung innerhalb einer weiß dominierten Mehrheitsgesellschaft im Kontext der Globalisierung zu initiieren.

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